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Amnesty International Gruppe Miesbach (1431)

Impressum

Gruppe Miesbach (1431)

Briefe gegen das Vergessen

Aktion des Monats September 2018


ITAI PEACE DZAMARA - SIMBABWE

Am 9. März 2015 wurde der Journalist und Demokratieverfechter Itai Dzamara in Harare verschleppt. Während eines Frisörbesuchs im Vorort Glen View überwältigten ihn fünf Männer und zerrten ihn in einen weißen Lieferwagen. Sein Aufenthaltsort ist bis heute unbekannt. Am 26. März 2018 appellierte der Polizeisprecher Charity Charamba im Fernsehen an die Öffentlichkeit, der Polizei Hinweise zum Verbleib von Itai Dzamara zu liefern. Dies lässt auf eine Intensivierung der Untersuchung hoffen.
Als Leiter der Protestbewegung Occupy Africa Unity Square hatte Itai Dzamara im Oktober 2014 den damaligen Präsidenten Robert Mugabe aufgefordert, zurückzutreten. Bereits vor seinem "Verschwinden" war er einige Male willkürlich festgenommen und sowohl von Staatssicherheitsbeamt_innen als auch von Mitgliedern der Regierungspartei ZANU-PF brutal geschlagen worden.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Innenminister, in denen Sie ihn auffordern, eine umfassende Untersuchung der Verschleppung von Itai Dzamara einzuleiten und sicherzustellen, dass die dafür Verantwortlichen in einem fairen Verfahren vor Gericht gestellt werden. Bitten Sie ihn - falls sich Itai Dzamara in staatlichem Gewahrsam befindet - seinen Aufenthaltsort bekannt zu geben und dafür zu sorgen, dass er vor Folter und anderweitiger Misshandlung geschützt wird.

Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch an:
Innenminister Hon. Obert Mpofu
Ministry of Home Affairs, 11th Floor Mukwati Building
Corner Fourth and Livingstone Avenue,
PO Box CY 7703
Harare, SIMBABWE

Fax: 00263 - 4 707 231 / E-Mail: postmaster@moha.gov.zw

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Simbabwe
I. E. Frau Ruth Masodzi Chikwira
Kommandantenstraße 80,
10117 Berlin

Fax: 030 - 20 45 50 62 / E-Mail: infor@zimembassyberlin.com


ISMAIL ABDI - IRAN

Der Gewerkschafter Ismail Abdi verbüßt seit Juni 2015 eine sechsjährige Freiheitsstrafe im Teheraner Evin-Gefängnis. Er ist Mathematiklehrer und war früher leitender Sekretär der Lehrergewerkschaft (ITTA) in Teheran. Ismail Abdi wurde erstmals am 27. Juni 2015 von den Revolutionsgarden festgenommen und 40 Tage lang ohne Zugang zu seinem Anwalt in Einzelhaft gehalten. Man wollte ihn dazu bringen, seine Gewerkschaftstätigkeit aufzugeben und die landesweit geplanten Lehrer_innen-Demonstrationen abzusagen.
Im Februar 2016 verurteilte ihn die Abteilung 15 des Revolutionsgerichts in einem unfairen Verfahren zu sechs Jahren Gefängnis. Nach einem Hungerstreik kam er am 14. Mai 2016 vorübergehend gegen Kaution frei, doch nachdem das Urteil gegen ihn bestätigt wurde, erfolgte am 9. November 2016 die erneute Festnahme. Die Anklagen beziehen sich allein auf seine friedlichen Gewerkschaftsaktivitäten. Zweimal ersuchte er den Obersten Gerichtshof erfolglos um die erneute gerichtliche Überprüfung seines Falls.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an die Oberste Justizautorität und bitten Sie ihn, Ismail Abdi umgehend freizulassen und das Urteil gegen ihn aufzuheben, da er lediglich seine Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit wahrgenommen hat. Fordern Sie ihn auf, dafür zu sorgen, dass Ismail Abdi angemessen medizinisch versorgt und vor Folter und anderer Misshandlung geschützt wird.

Schreiben Sie in gutem Farsi, Englisch oder auf Deutsch an:
Oberste Justizautorität
Ayatollah Sadegh Larijani
c/o Public Relations Office Number 4
Deadend of 1 Azizi
Above Pasteur Intersection
Vali Asr Street, Tehran, IRAN

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Islamischen Republik Iran
S. E. Herrn Ali Majedi
Podbielskiallee 65-67,
14195 Berlin

Fax: 030 - 8435 3535 / E-Mail: iran.botschaft@t-online.de


SALIMA MEMCHA - INDIEN

Hunderte von Menschen in Manipur im Nordosten Indiens haben Familienmitglieder verloren, die mutmaßlich von Sicherheitskräften getötet wurden. Salima Memcha ist eine von ihnen: Ihr Ehemann wurde im Januar 2010 vor ihrem Haus von Sicherheitskräften mitgenommen. Später fand man vor einer örtlichen Polizeiwache seinen Leichnam, auf den mehr als 20 Mal geschossen worden war. Seitdem muss Salima Memcha allein für ihre vier Kinder sorgen. Gleichzeitig versucht sie, den Tod ihres Mannes aufzuklären.
In einem mutigen Versuch, Gerechtigkeit zu erreichen, haben Angehörige von Opfern die Extrajudicial Execution Victim Families Association Manipur (EEVFAM) gegründet und viele der mutmaßlichen außergerichtlichen Hinrichtungen dokumentiert. Salima Memcha koordiniert die EEVFAM in ihrem Viertel und verzeichnete allein dort 20 Fälle von außergerichtlichen Hinrichtungen.
Aufgrund ihres Engagements ist Salima Memcha immer wieder Bedrohungen und Belästigungen ausgesetzt - so auch am 7. April 2018. Während sie bei der Kriminalpolizei eine Erklärung zum Fall ihres Mannes abgeben sollte, zerstörten Paramilitärs und Polizei ihr Haus und hinterließen eine Warnung: Sie würden sie genau im Auge behalten.
Menschenrechtsverletzungen, die von Sicherheitskräften begangen werden, werden in Indien kaum untersucht. Doch der Einsatz der EEVFAM hat sich gelohnt: Sie wandte sich zusammen mit der Nichtregierungsorganisation Human Rights Alert an den Obersten Gerichtshof und beantragte die Untersuchung der mutmaßlichen Hinrichtungen. Das Gericht ordnete daraufhin im Sommer 2017 die Untersuchung von mehr als 90 mutmaßlichen außergerichtlichen Hinrichtungen an. Damit nimmt der Druck auf Beamte zu, die vermutlich an außergerichtlichen Exekutionen beteiligt waren. Gleichzeitig berichtete die Vorsitzende der EEVFAM jedoch auch, dass Menschenrechtsaktivist_innen im Zuge dieser Entwicklungen zunehmend belästigt, angegriffen, bedroht und eingeschüchtert werden.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Ministerpräsidenten von Manipur und bitten Sie ihn darum, den Einschüchterungen, Schikanen und Angriffen gegen Salima Memcha und alle anderen Menschenrechtsverteidiger_innen der Extrajudicial Execution Victim Families Association Manipur (EEVFAM) umgehend ein Ende zu setzen.

Schreiben Sie in gutem Hindi, Englisch oder auf Deutsch an:
Ministerpräsident von Manipur
N. Biren Singh
Manipur CM Office
4th Block, Western Block
New Secretariat
Imphal, 795001
Manipur, INDIEN

Fax: 0091 - 038 5245 1398 / E-Mail: cmmani@man.nic.in

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Indien
I. E. Frau Mukta Dutta Tomar
Tiergartenstr. 17,
10785 Berlin

Fax: 030 - 25 79 51 02 / E-Mail: dcm@indianembassy.de