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Amnesty International Gruppe Miesbach (1431)

Impressum

Gruppe Miesbach (1431)

Briefe gegen das Vergessen


Aktion des Monats März 2025



Kuba: Loreto Hernández García

Loreto Hernández García ist ein Schwarzer kubanischer Aktivist, Priester und Vizepräsident der Vereinigung Asociación Yorubas Libres de Cuba, die die afrikanische Yoruba-Religion praktiziert. Er wurde am 15. Juli 2021 von Polizeikräften festgenommen, nachdem er friedlich an einer regierungskritischen Demonstration teilgenommen hatte. Im Februar 2022 verurteilte ihn ein Gericht in der Stadt Santa Clara wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" und "Missachtung" zu sieben Jahren Haft. Beide Anklagen werden in Kuba häufig genutzt, um die Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit einzuschränken. In dem unfairen Verfahren wurden außer ihm auch seine Frau, Donaida Pérez Paseiro, sowie 14 weitere Demonstrant*innen schuldig gesprochen.

Laut Angaben seiner Familie wurde Loreto Hernández García seit 2021 mehrfach in Einzelhaft festgehalten, die teilweise mehr als zwei Wochen andauerte. Er leidet unter Diabetes, Bluthochdruck und anderen gesundheitlichen Problemen, die im Gefängnis nicht behandelt werden können. Aufgrund seiner schlechten gesundheitlichen Verfassung hofft er auf eine Haftentlassung unter Auflagen. Die Behörden haben ihm jedoch mitgeteilt, dass er nur freigelassen werde, wenn seine Frau, die am 15. Januar 2025 aus dem Gefängnis entlassen wurde, ihren Aktivismus einstelle.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den kubanischen Präsidenten und fordern Sie ihn auf, alle Menschen umgehend und bedingungslos freizulassen, die nur aufgrund der Ausübung ihrer Menschenrechte unrechtmäßig in Haft sind. Dazu gehören Loreto Hernández García, Luis Manuel Otero Alcántara, Maykel Castillo Pérez (Osorbo), Roberto Pérez Fonseca und Saylí Navarro.

Schreiben Sie in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Presidente de Cuba
Miguel Mario Díaz-Canel Bermúdez
Hidalgo Esq. 6, Plaza de La Revolución
CP 10400, La Habana
KUBA

E-Mail: despacho@presidencia.gob.cu / X: @DiazCanelB

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Kuba
I. E. Frau Juana Martínez González
Stavanger Str. 20
10439 Berlin

Fax: 030 – 44 73 70 38 oder 030 – 44 79 30 91 / E-Mail: recepcion@botschaft-kuba.de



Russland: Daria Kozyreva

Daria Kozyreva (Daria Kosyrewa) wurde am 24. Februar 2024 inhaftiert, weil sie die Zensurgesetze in Russland kritisiert und zum zweiten Jahrestag des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ein Gedicht des ukrainischen Dichters Taras Shevchenko an seinem Denkmal in Sankt Petersburg angebracht hatte. Die Medizinstudentin war zu diesem Zeitpunkt 18 Jahre alt und damit eine der jüngsten gewaltlosen politischen Gefangenen in Russland. Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Strafverfahren gegen Daria Kozyreva wegen "Diskreditierung der russischen Streitkräfte". Außerdem wurde sie der Universität verwiesen. Ihr Verfahren begann im August 2024, doch im Dezember beauftragte das Gericht die Staatsanwaltschaft, den Fall zu überprüfen.
Am 7. Februar 2025 wurde Daria Kozyreva unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen. Bis zu einer gerichtlichen Entscheidung darf sie weder telefonieren noch das Internet benutzen, nicht mit Medien sprechen und ihre Wohnung abends und nachts nicht verlassen. Amnesty International setzt sich gemeinsam mit der größten Anti-Kriegs-Initiative in Russland, der Feminist Anti-War Resistance, für Daria Kozyreva ein.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Staatsanwalt von St. Petersburg und fordern Sie ihn auf, die Anklagen gegen Daria Kozyreva und alle weiteren Personen fallen zu lassen, die nur wegen ihrer friedlichen Meinungsäußerungen zum Krieg gegen die Ukraine strafrechtlich verfolgt werden.

Schreiben Sie in gutem Russisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Prosecutor of St. Petersburg
Viktor Dmitrievich Melnik
Attorney General and Chief of the Prosecutor’s office
2/9, Pochtamtskaya Street
190121, St. Petersburg
RUSSISCHE FÖDERATION

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Russischen Föderation
S. E. Herrn Sergej J. Netschajew
Unter den Linden 63-65
10117 Berlin

Fax: 030 – 229 93 97 / E-Mail: info@russische-botschaft.de



Haiti: Kinder


Haiti befindet sich in einer humanitären Krise, die mit schweren Menschenrechtsverletzungen an Kindern einhergeht. Banden kontrollieren weite Teile der Hauptstadt Port-au-Prince und ihrer Umgebung. Die Bandengewalt wirkt sich verheerend auf Kinder aus. Sie werden Opfer von Morden, Rekrutierungen, sexualisierter Gewalt und anderen Menschenrechtsverletzungen. Für Kinder gibt es keinerlei Schutzmaßnahmen. Sie werden nicht in erster Linie als Opfer gesehen, sondern als Kriminelle behandelt und teilweise ohne ordnungsgemäßes Verfahren im Zentrum für die Umerziehung von Minderjährigen, die mit dem Gesetz in Konflikt stehen (CERMICOL), inhaftiert. Insbesondere Mädchen sind sexualisierter Gewalt durch die Banden ausgesetzt und haben nur eingeschränkten Zugang zur Justiz und zum Gesundheitswesen.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Premierminister von Haiti und fordern Sie ihn auf, einen umfassenden Kinderschutzplan zu entwickeln und umzusetzen, mit dem das Land seinen internationalen Verpflichtungen zum Schutz von Kindern nachkommt und ihnen Bildung, Sicherheit und psychologische Unterstützung gewährleistet. Die haitianische Zivilgesellschaft muss von Beginn an in die Entwicklung von nachhaltigen Lösungen eingebunden werden.

Schreiben Sie in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Prime Minister
Alix Didier Fils-Aimé
Prime Minister’s Office
31, Boulevard Harry Truman, Bicentenaire, Port-au-Prince
HAITI

E-Mail: secretariatdc@primature.ht

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Haiti
Frau Fabienne Magloire, Geschäftsträgerin
Kunz-Bundschuh-Straße 13
14193 Berlin

Fax: 030 – 88 62 42 79 / E-Mail: amb.allemagne@diplomatie.ht