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Amnesty International Gruppe Miesbach (1431)

Impressum

Gruppe Miesbach (1431)

BRIEFE GEGEN DAS VERGESSEN

Aktion des Monats März 2026



Eswatini: Thulani Maseko

Am 21. Januar 2023 erschossen Unbekannte den Regierungskritiker Thulani Maseko im Beisein seiner Frau durch ein offenes Fenster ihrer Wohnung in Luyengo. Thulani Maseko war ein bekannter Menschenrechtsanwalt und Vorsitzender eines Zusammenschlusses politischer Parteien und zivilgesellschaftlicher Organisationen. Nur wenige Stunden vor seiner Ermordung hatte der König von Eswatini in einer Rede verkündet, dass all jene, die demokratische Reformen forderten, "erledigt" würden und dass man ihnen "keine Träne nachweinen" solle.
In den vergangenen drei Jahren gab es weder Festnahmen noch eine unabhängige und transparente Untersuchung, obwohl die Behörden immer wieder beteuerten, der Fall würde "Fortschritte" machen. Allerdings halten die Behörden nach wie vor grundlegende Ermittlungsdetails zu der Tat zurück, weshalb die Familie von Thulani Maseko befürchtet, dass die Verantwortlichen straflos davonkommen könnten. Die Angehörigen müssen endlich Gerechtigkeit erfahren.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe oder E-Mails an den Justizminister und fordern Sie ihn auf, zu erklären, weshalb die Behörden auch drei Jahre nach der Tötung von Thulani Maseko offenbar keine unabhängige und transparente Untersuchung durchgeführt haben. Dringen Sie darauf, dass umgehend alle bisherigen Ermittlungsschritte bekannt gemacht werden, u. a. der Umgang mit Beweismaterial, der Fortschritt der Untersuchungen und alle gewonnenen Erkenntnisse.

Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch an:
His Royal Highness Prince Simelane
Ministry of Justice Building, 5th Floor
Mhlambanyatsi/Usuthu Link Road, P.O. Box 924
Mbabane
ESWATINI

E-Mail: ps@justice.gov.sz / Fax: 00 268 – 404 35 33

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft des Königreichs Eswatini
S. E. Herrn Sibusisiwe Mingomezulu
88, Av. Winston Churchill
11180 Brüssel
BELGIEN

Fax: 00 32 – 23 47 46 23 / E-Mail: brussels@eswatini-embassy.eu



China: Zhang Yadi, "Tara"

Die 22-jährige Studentin Zhang Yadi (张雅笛) wird Berichten zufolge in einer Hafteinrichtung der Staatssicherheit in Changsha in Einzelhaft gehalten und ist in großer Gefahr, gefoltert oder auf andere Weise misshandelt zu werden. Ihre Inhaftierung und der gegen sie erhobene Vorwurf "Anstiftung zum Separatismus" (煽动分裂国家罪) gehen offenbar auf ihr friedliches ehrenamtliches Engagement zurück.

Zhang Yadi, auch bekannt als Tara, war im August 2022 nach Frankreich gegangen, um dort zu studieren. Während ihres Auslandsaufenthalts beteiligte sie sich aktiv an öffentlichen Debatten über diverse Themen, die sowohl China als auch globale Anliegen betrafen, und engagierte sich ehrenamtlich in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Initiativen. Nachdem sie ihr Studium in Frankreich abgeschlossen hatte, kehrte sie nach China zurück und wurde am 31. Juli 2025 inhaftiert. Die Behörden verweigern Zhang Yadi seither den Zugang zu einem Rechtsbeistand.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Minister für Staatssicherheit. Fordern Sie ihn auf, dafür zu sorgen, dass Zhang Yadi umgehend und bedingungslos freigelassen wird. Bitten Sie ihn zudem, dafür zu sorgen, dass Zhang Yadis Rechte bis zu ihrer Freilassung geschützt werden, insbesondere, dass sie nicht gefoltert oder anderweitig misshandelt wird und dass sie regelmäßigen und uneingeschränkten Zugang zu ihrer Familie und einem Rechtsbeistand ihrer Wahl erhält. Dringen Sie darauf, dass die Drangsalierung und Bedrohung der Familienmitglieder von Zhang Yadi sowie jener Personen, die sie unterstützen, beendet wird.

Schreiben Sie in gutem Chinesisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Minister Chen Yixin
Ministry of State Security
No. 14 East Chang’an Avenue
Dongcheng District
Beijing, 100006
VOLKSREPUBLIK CHINA

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Volksrepublik China
S. E. Herrn Hongbo Deng
Märkisches Ufer 54,
10179 Berlin

Fax: 030 – 27 58 82 21 / E-Mail: protokoll.botschaftchina@gmail.com oder presse.botschaftchina@gmail.com



Georgien: Andro Chichinadze

Der 29-jährige Schauspieler Andro Chichinadze wurde am 3. September 2025 in einem politisch motivierten Prozess zu zwei Jahren Haft verurteilt. Er hatte im November und Dezember 2024 in Tiflis an Protesten gegen die Aussetzung des EU-Beitrittsprozesses teilgenommen und stand deshalb mit 18 weiteren Personen vor Gericht. Anfangs lautete die Anklage auf "Gruppengewalt", was mit bis zu neun Jahren Haft bestraft werden kann.

Der Einsatz von Amnesty International und weiteren Organisationen für Andro Chichinadze könnte der Grund dafür sein, dass der Vorwurf bei der letzten Anhörung plötzlich in "kollektive Störung der öffentlichen Ordnung" geändert wurde, was mit maximal drei Jahren Haft geahndet werden kann. Andro Chichinadze hat lediglich sein Recht auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit wahrgenommen und hätte gar nicht erst angeklagt und verurteilt werden dürfen.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe oder E-Mails an den Generalstaatsanwalt von Georgien und fordern Sie ihn auf, die umgehende Freilassung von Andro Chichinadze und allen zu Unrecht verurteilten Protestierenden zu veranlassen. Dringen Sie zudem darauf, dass der Schuldspruch gegen ihn aufgehoben wird.

Schreiben Sie in gutem Georgisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Prosecutor General of Georgia
Giorgi Gvarakidze
24 Gorgasali Street
0134 Tbilisi
GEORGIEN

E-Mail: mla@pog.gov.ge

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft von Georgien
Frau Ana Abuladze
Geschäftsträgerin a. i.
Rauchstraße 11,
10787 Berlin

Fax: 030 – 48 49 07-20 / E-Mail: berlin.emb@mfa.gov.ge