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Amnesty International Gruppe Miesbach (1431)

Impressum

Gruppe Miesbach (1431)

Briefe gegen das Vergessen

Aktion des Monats März 2019


Dong Samuel Luak und Aggrey Ezbon Idri - Südsudan | Kenia

Dong Samuel Luak, ein bekannter südsudanesischer Anwalt und Menschenrechtler, wurde zuletzt am 23. Januar 2017 in der kenianischen Hauptstadt Nairobi gesehen, als er gerade in einen Bus nach Hause einsteigen wollte. Er kam jedoch nie dort an. Aggrey Ezbon Idri wurde zuletzt am 24. Januar 2017 um etwa 8 Uhr morgens im Stadtteil Kilimani von Nairobi gesehen. Dong Samuel Luak und Aggrey Ezbon Idri waren bis zu ihrem "Verschwinden" scharfe Kritiker der südsudanesischen Regierung und äußerten ihre Ansichten auf Facebook.
Sowohl die südsudanesischen als auch die kenianischen Behörden bestreiten, die Männer in Haft zu halten oder ihren Aufenthaltsort zu kennen. Amnesty International liegen jedoch Informationen vor, wonach Dong Samuel Luak und Aggrey Ezbon Idri am 25. Januar 2017 in eine Hafteinrichtung des Geheimdienstes NSS in der südsudanesischen Hauptstadt Juba gebracht wurden. Zwei Tage später wurden sie an einen anderen Ort gebracht. Ihr derzeitiger Aufenthaltsort ist unbekannt, doch alles deutet darauf hin, dass die kenianischen und südsudanesischen Sicherheitskräfte gemeinsam für das "Verschwinden" der beiden Männer verantwortlich sind.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den kenianischen und südsudanesischen Präsidenten und bitten Sie sie, unverzüglich Informationen über den Verbleib von Dong Samuel Luak und Aggrey Ezbon Idri bekanntzugeben und die Gründe für ihre anhaltende Inhaftierung - falls sie sich in staatlichem Gewahrsam befinden - zu veröffentlichen. Sofern keine Rechtsgrundlage für ihre Inhaftierung besteht, müssen sie umgehend freigelassen werden. Fordern Sie außerdem beide Regierungen auf, dafür zu sorgen, dass die beiden Männer Zugang zu Rechtsbeiständen ihrer Wahl erhalten und ihnen Familienbesuche erlaubt werden. Bitten Sie die kenianische Regierung, eine gründliche, zielführende und unparteiische Untersuchung des Verschwindenlassens der Männer durchzuführen und die Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch an:

Präsident Salva Kiir Mayardit, c/o Botschaft der Republik Südsudan
I. E. Frau Beatrice Khamisa Wani Noah
Leipziger Platz 8, 10117 Berlin

Fax: 030 - 20 64 45 91 9 / E-Mail: info@embassy-southsudan.de

Präsident der Republik Kenia
H. E. Uhuru Kenyatta,
Office of the President
Harambee Avenue, Nairobi, KENIA

Twitter: @UKenyatta

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Kenia
S. E. Herrn Joseph Kipng'etich Magutt
Markgrafenstraße 63,
10969 Berlin

Fax: 030 - 25 92 66 50 / E-Mail: office@kenyaembassyberlin.de


Valquiria - USA

Im März 2018 flohen die 39-jährige Valquiria und ihr siebenjähriger Sohn Abel (Name geändert) aus Brasilien und baten an der Grenze von Mexiko zu den USA in El Paso, Texas, um Schutz. Valquiria gab an, wiederholt Morddrohungen von Drogenhändler_innen erhalten zu haben, die gedroht hätten, sie und ihren Sohn zu finden und zu töten, egal wohin sie in Brasilien flüchten würden. Am 17. März, nach einer gemeinsam in Haft verbrachten Nacht, trennten die US-Behörden Mutter und Kind ohne Angabe von Gründen.
"Sie sagten mir: 'Du hast hier keinerlei Rechte, und du hast kein Recht, bei deinem Sohn zu bleiben'", berichtete Valquiria. "In dem Moment bin ich gestorben. Es wäre besser gewesen, wenn ich tot umgefallen wäre, denn ich wusste nicht, wo mein Sohn war, was er gerade macht. Das ist das schlimmste Gefühl, das eine Mutter haben kann. Wie kann eine Mutter nicht das Recht haben, bei ihrem Sohn zu sein?"
Am 27. März bezeichnete eine US-Asylbeamtin Valquirias Geschichte als glaubwürdig. Ihr Asylantrag wurde jedoch am 10. September abgelehnt. Sie legte daraufhin - immer noch in Haft und getrennt von Abel - Widerspruch gegen den Bescheid ein.
Valquiria befindet sich derzeit in der texanischen Hafteinrichtung "El Paso Processing Center". Sie hat ihren Sohn im März 2018 das letzte Mal gesehen. Er lebt inzwischen bei seinem Vater in den USA, der ebenfalls einen Asylantrag gestellt hat.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den zuständigen Büroleiter bei der Einwanderungs- und Zollbehörde, in denen Sie ihn auffordern, Valquiria umgehend und bis zur Entscheidung über ihr Rechtsmittel aus humanitären Gründen freizulassen, und ihn bitten, dafür zu sorgen, dass Valquiria und ihr Sohn psychosoziale Betreuung erhalten, um das Trauma der rechtswidrigen Familientrennung verarbeiten zu können.

Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch an:
Mr. Marc Moore
ICE Enforcement & Removal Operations,
EL Paso Field Office
11541 Montana Ave Suite E,
El Paso, TX, 79936,
USA

E-Mail: Marc.J.Moore@ice.dhs.gov

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
S. E. Herrn Richard Allen Grenell
Pariser Platz 2,
10117 Berlin
Fax: 030 - 83 05 10 50


Ahmed Mansoor - Vereinigten Arabischen Emiraten

Am 31. Dezember 2018 bestätigte die Staatssicherheitskammer des obersten Bundesgerichts in Abu Dhabi die zehnjährige Haftstrafe gegen den Menschenrechtsverteidiger Ahmed Mansoor. Er wurde unter anderem wegen "Beleidigung von Rang und Ansehen der Vereinigten Arabischen Emirate und ihrer Symbole" und "Verbreitung von Falschinformationen, um den Ruf der Vereinigten Arabischen Emirate im Ausland zu schädigen" für schuldig befunden. Die Rechtsmittel von Ahmed Mansoor sind nun ausgeschöpft. Er kann nicht weiter gegen sein Urteil vorgehen. Der Menschenrechtler befindet sich seit März 2017 als gewaltloser politischer Gefangener in Haft. Amnesty International fordert seine unverzügliche und bedingungslose Freilassung sowie die Aufhebung seines Schuldspruchs und seiner Strafe.
Ahmed Mansoor ist Blogger, Dichter und ein bekannter Menschenrechtsverteidiger. 2015 wurde ihm der renommierte Martin-Ennals-Preis für Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger verliehen. Seit 2006 dokumentierte er die Menschenrechtslage in den Vereinigten Arabischen Emiraten und sprach sich in seinem Blog, in den sozialen Medien und in Interviews mit internationalen Medien öffentlich für die Durchsetzung internationaler Menschenrechtsstandards aus.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an das Staatsoberhaupt der Vereinigten Arabischen Emirate, in denen Sie darum bitten, den Schuldspruch sowie die gegen Ahmed Mansoor verhängten Strafen aufzuheben und den Menschenrechtler umgehend und bedingungslos freizulassen, da er sich nur deshalb in Haft befindet, weil er sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hat.

Schreiben Sie in gutem Arabisch, Englisch oder auf Deutsch an:
His Highness Sheikh Khalifa bin Zayed Al Nahyan
Ministry of Presidential Affairs
Corniche Road
Abu Dhabi POB 280
Abu Dhabi,
VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE

E-Mail: ihtimam@mopa.ae oder webmaster@mopa.ae

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:

Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate
S. E. Herrn Ali Abdulla Mohamed Saeed Alahmed
Hiroshimastraße 18-20,
10785 Berlin

Fax: 030 - 51 65 19 00 / E-Mail: BerlinEmb.Amo@mofaic.gov.ae