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Amnesty International Gruppe Miesbach (1431)

Impressum

Gruppe Miesbach (1431)

Briefe gegen das Vergessen

Aktion des Monats März 2021


Golrokh Ebrahimi Iraee & Arash Sadeghi – Iran

Die Eheleute Golrokh Ebrahimi Iraee und Arash Sadeghi setzten sich vor ihrer Festnahme im September 2014 für die Menschenrechte ein, unter anderem für politische Gefangene und Meinungsfreiheit sowie gegen die Todesstrafe. In unfairen Verfahren wurden sie zu langen Haftstrafen verurteilt. Nach zwischenzeitlichen Freilassungen gegen Kaution sind beide nun wieder inhaftiert.
Im Gefängnis wurden sie gefoltert und misshandelt. Golrokh Ebrahimi Iraee unterwarf man mit verbundenen Augen langen Verhören und drohte ihr mit Hinrichtung, weil sie "den Islam beleidigt" habe. Arash Sadeghi gab an, zwischen September 2014 und März 2015 im Gewahrsam mit offener Hand geschlagen, getreten, mit Fausthieben gegen den Kopf traktiert und gewürgt worden zu sein.

Seit einem 71-tägigen Hungerstreik leidet Arash Sadeghi an zahlreichen Erkrankungen. Weil ihm die Behörden die Verlegung in medizinische Einrichtungen außerhalb des Gefängnisses immer wieder verweigerten, verschlechterte sich sein Zustand. Als er im Mai 2018 endlich im Krankenhaus untersucht wurde, stellten die Ärzt_innen einen Knochentumor fest.
Im September 2020 wurde eine Bestrahlung der Tumorregion angeraten. Diese erfolgte aber nicht. Auch die Forderung der UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte im September 2020, ihm wegen der Corona-Ansteckungsgefahr Hafturlaub zu gewähren, wurde abgelehnt. Amnesty International betrachtet die Verweigerung der Krebsbehandlung und die dadurch verursachten Leiden als Folter.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an die Oberste Justizautorität des Iran und bitten Sie darum, Arash Sadeghi und Golrokh Ebrahimi Iraee sofort und bedingungslos freizulassen, da sie gewaltlose politische Gefangene sind, die allein wegen ihrer freien Meinungsäußerung und ihrer Aktivitäten für Menschenrechte inhaftiert sind. Bis zu ihrer Freilassung muss außerdem sichergestellt werden, dass sie vor Folter oder Misshandlung geschützt werden und regelmäßigen Zugang zu Rechtsbeiständen, Familienangehörigen und medizinischer Behandlung erhalten. Bitten Sie die Oberste Justizautorität außerdem, die Foltervorwürfe zu untersuchen und die Verantwortlichen in einem fairen Verfahren zur Rechenschaft zu ziehen.

Schreiben Sie in gutem Persisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Head of the Judiciary Mr. Ebrahim Raisi
c/o Permanent Mission of Iran to the UN
Chemin du Petit-Saconnex 28
1209 Geneva, SCHWEIZ

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Islamischen Republik Iran
S. E. Herrn Mahmoud Farazandeh
Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin

Fax: 030 – 8435 3535  /  E-Mail: info@iranbotschaft.de


Gao Zhisheng –China

Gao Zhisheng ist ein in China bekannter Menschenrechtsanwalt. Er hat Menschenrechts¬vertei-diger_innen vor Gericht vertreten und politisch brisante Fälle übernommen. Ende 2005 entzog die Justizbehörde in Peking ihm die Zulassung als Rechtsanwalt. Dies geschah unmittelbar, nachdem Gao Zhisheng sich in mehreren offenen Briefen kritisch über die Regierung geäußert hatte.

Am 13. August 2017 wurde Gao Zhisheng von seiner Familie als vermisst gemeldet. Da sich die Behörden weigern, seinen Aufenthaltsort bekannt zu geben, gilt er als Opfer des Verschwindenlassens und ist in Gefahr, gefoltert oder misshandelt zu werden. Seine Familie weiß nach wie vor nichts über seinen Gesundheitszustand oder die Gründe für seine Inhaftierung.

Gao Zhisheng befand sich bereits in der Vergangenheit als gewaltloser politischer Gefangener in Haft und war Opfer des Verschwindenlassens. Damals wurde er eigenen Angaben zufolge wiederholt gefoltert. Trotz alledem setzte sich Gao Zhisheng bis zum Zeitpunkt seines erneuten Verschwindens weiterhin öffentlich für die Menschenrechte ein und übte nach wie vor Kritik an der Kommunistischen Partei Chinas.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den chinesischen Minister für öffentliche Sicherheit und fordern Sie ihn auf, den Aufenthaltsort von Gao Zhisheng bekanntzugeben und dafür zu sorgen, dass der Menschenrechts¬anwalt umgehend und bedingungslos freigelassen wird. Bitten Sie ihn, sicherzustellen, dass Gao Zhisheng in der Haft nicht gefoltert oder misshandelt wird. Außerdem muss er bis zu seiner Freilassung regelmäßig uneingeschränkten Kontakt zu seiner Familie, einem Rechtsbeistand seiner Wahl sowie angemessener medizinischer Versorgung erhalten.

Schreiben Sie in gutem Chinesisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Zhao Kezhi, Minister of Public Security
14 Dongchanganjie, Dongchengqu
Beijing Shi 100741, VOLKSREPUBLIK CHINA

E-Mail: gabzfwz@mps.gov.cn

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Volksrepublik China
S. E. Herrn Ken Wu
Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin

Fax: 030 – 27 58 82 21  /  E-Mail: de@mofcom.gov.cn oder presse.botschaftchina@gmail.com


Menschen mit Albinismus – Malawi

In Malawi leben Tausende von Menschen mit Albinismus in permanenter Angst, entführt, verstümmelt oder getötet zu werden. Der Aberglaube, dass ihre Knochen und Körperteile Glück, Wohlstand und Macht bringen, hält sich hartnäckig. Ihre Körperteile können teuer verkauft werden: Nach UN-Angaben werden für einen ganzen Körper 75.000 US-Dollar bezahlt.

Zwischen Dezember 2014 und April 2016 wurden in Malawi 18 Personen mit Albinismus getötet. In derselben Zeit wurden mindestens 69 weitere Verbrechen gegen Menschen mit Albinismus gemeldet. Die zunehmende Armut hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass die alten Mythen der magischen Kräfte von Menschen mit Albinismus wieder aufleben. So wurden zwischen September und November 2020 erneut sechs Angriffe auf Personen mit Albinismus verzeichnet – darunter Tötungen, versuchte Entführungen und Grabschändungen.
Die malawische Regierung prangerte die Angriffe im März 2015 öffentlich an. Trotz erster symbolischer Bemühungen muss die Regierung aber mehr zum Schutz von Personen mit Albinismus unternehmen.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Präsidenten von Malawi und fordern Sie ihn auf, besondere Schutzmaßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass Menschen mit Albinismus angegriffen, entführt oder getötet werden. Die Behörden müssen zudem alle Angriffe untersuchen und die Verantwortlichen in fairen Verfahren vor Gericht stellen. Bitten Sie den Präsidenten außerdem, Programme zu unterstützen, die ein Bewusstsein für Menschenrechte schaffen, damit die Diskriminierung und soziale Ausgrenzung von Personen mit Albinismus ein Ende hat.

Schreiben Sie in gutem Englisch oder auf Deutsch an:
Dr. Lazarus McCarthy Chakwera, President of the Republic of Malawi
Office of the President and Cabinet
Private Bag 338, Capital Hill, Lilongwe 3, MALAWI

E-Mail: pc@malawi.gov.mw

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Malawi
S. E. Herrn Michael Barth Kamphambe Nkhoma
Westfälische Straße 86, 10709 Berlin

Fax: 030 – 843 154 30  /  E-Mail: berlin@malawi-embassy.de