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Amnesty International Gruppe Miesbach (1431)

Impressum

Gruppe Miesbach (1431)

Briefe gegen das Vergessen

Aktion des Monats Dezember 2019


Kenia - Indigene Gruppe der Sengwer

Die kenianische Regierung hat Tausende Menschen aus ihrem angestammten Waldgebiet vertrieben. Die indigene Bevölkerungsgruppe der Sengwer lebt seit Jahrhunderten im Embobut-Wald. Die Behörden gehen jedoch seit Jahren massiv gegen die Sengwer vor, angeblich um den Wald zu schützen. Seit 2012 haben Angehörige der Forstverwaltung und der Polizei schätzungsweise 2.600 Häuser der Sengwer im Embobut-Wald niedergebrannt; dabei verloren etwa 4.600 Menschen ihr Zuhause. Anfang 2018 erschossen Waldhüter sogar einen Sengwer, ein weiterer wurde schwer verletzt.
Die Lebensgrundlagen und die kulturelle Identität der Bevölkerungsgruppe sind bedroht. Sengwer, die bereits aus dem Wald vertrieben worden sind, leben häufig in Armut. Obwohl Gerichte mehrfach den Schutz der Sengwer angeordnet haben, hält das gewaltsame Vorgehen der Behörden an.
Am 29. Dezember 2019 jährt sich zum zweiten Mal der Beginn einer massiven Zwangsräumungsaktion gegen die Sengwer. Dies nehmen wir zum Anlass, erneut gegen ihre Vertreibung zu protestieren.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den kenianischen Präsidenten und dringen Sie darauf, dass er sich dafür einsetzt, dass die Sengwer in Frieden und Freiheit auf ihrem traditionellen Land leben können. Er soll außerdem dafür sorgen, dass umgehend eine unabhängige Untersuchung der Zwangsräumungen und gewalttätigen Übergriffe im Embobut-Wald eingeleitet wird. Die Sengwer sollten als Besitzer_innen des Waldes anerkannt werden, und es sollte gemeinsam mit ihnen überlegt werden, wie er erhalten werden kann.

Schreiben Sie in gutem Englisch, Swaheli oder auf Deutsch an:
Präsident Uhuru Kenyatta
Harambee House
PO Box 62345 - 00200 Nairobi
Harambee Avenue, Nairobi
KENIA

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Kenia
Frau Lydiah Olesi Ojiambo, Gesandte-Botschaftsrätin
Markgrafenstraße 63, 10969 Berlin

Fax: 030 – 2592 6650  /  E-Mail: office@kenyaembassyberlin.de


China - Ilham Tohti

Ilham Tohti befindet sich seit mehr als fünf Jahren in Haft. Der Professor für Wirtschaftswissenschaften kritisierte seit Jahren den Umgang der chinesischen Regierung mit der vornehmlich muslimischen uigurischen Minderheit, der er selbst angehört. Uiguren sind in China regelmäßig schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt und leiden unter Diskriminierung. Ilham Tohti warb für einen friedlichen Dialog mit der Mehrheitsgesellschaft und gründete das Internetportal „Uighur Online“.
Anfang 2014 wurde Ilham Tohti verschleppt, monatelang ohne Kontakt zur Außenwelt festgehalten und gefoltert. Im September desselben Jahres wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Seit Dezember 2014 befindet sich Ilham Tohti im Gefängnis Nr. 1 der Region Xinjiang.
Das Europäische Parlament gab im Oktober 2019 bekannt, dass der diesjährige Sacharow-Menschenrechtspreis an Ilham Tohti geht. Die Verleihung der Auszeichnung ist am 18. Dezember im EU-Parlament in Straßburg.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den Direktor des Gefängnisses Nr. 1 im Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang. Bitten Sie ihn, sich für die sofortige und bedingungslose Freilassung von Ilham Tohti auszusprechen, da er ein gewaltloser politischer Gefangener ist, der allein wegen der friedlichen Ausübung seines Rechts auf freie Meinungsäußerung festgehalten wird. Fordern Sie ihn zudem auf, dafür zu sorgen, dass Ilham Tohti bis zu seiner Freilassung vor Folter und Misshandlungen geschützt ist, jegliche erforderliche medizinische Behandlung erhält und regelmäßigen Kontakt zu seiner Familie und seinen Rechtsbeiständen hat.

Schreiben Sie in gutem Chinesisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Director
Xinjiang Uighur Autonomous Region No. 1 Prison
215 Hebeidonglu
Urumqi 830013
Xinjiang Weiwuer Zizhiqu
VOLKSREPUBLIK CHINA

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Volksrepublik China
S. E. Herrn Ken Wu
Märkisches Ufer 54, 10179 Berlin

Fax: 030 – 27 58 82 21



Iran - Atena Daemi und Golrokh Iraee Ebrahimi

Die 31-jährige Atena Daemi verbüßt nach einem unfairen Verfahren wegen konstruierter Vorwürfe wie „Versammlung und Konspiration zu Verbrechen gegen die nationale Sicherheit“ eine siebenjährige Haftstrafe. Hintergrund sind ihre friedlichen Menschenrechtsaktivitäten.
Am 17. Juni 2019 wurde Atena Daemi zusammen mit Golrokh Iraee Ebrahimi zu Unrecht zu weiteren drei Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt: wegen „Beleidigung des Obersten Religionsführers” und wegen “Verbreitung von Propaganda gegen das System”. Die beiden Frauen hatten im Evin-Gefängnis die Revolutionshymne „Oh martyrs“ gesungen, um gegen die Hinrichtung der Kurden Zanyiar Moradi, Loghman Moradi und Ramin Hossein Panahi am 8. September 2018 zu protestieren. Zudem hatten sie offene Briefe zu den Hinrichtungen und auch zu ihren Haftbedingungen an die Behörden geschrieben.
Golrokh Iraee Ebrahimi war seit April 2019 gegen Kaution auf freiem Fuß, sie wurde aber am 9. November erneut inhaftiert.
Atena Daemi wird zudem die fachärztliche Behandlung einer Geschwulst in ihrer Brust verweigert, die bereits vor Monaten bei einer Untersuchung entdeckt worden war.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an die Oberste Justizautorität des Irans. Fordern Sie ihn auf, Atena Daemi und Golrokh Ebrahimi Iraee umgehend und bedingungslos freizulassen, da sie gewaltlose politische Gefangene sind, die nur aufgrund der Ausübung ihrer Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit und wegen ihrer friedlichen Menschenrechtsarbeit inhaftiert sind. Fordern Sie ihn auf, dafür zu sorgen, dass Atena Daemi Zugang zu fachärztlicher Versorgung außerhalb des Gefängnisses erhält.

Schreiben Sie in gutem Persisch, Englisch oder auf Deutsch an:
Oberste Justizautorität
Ebrahim Raisi
c/o Permanent Mission of Iran to the UN
Chemin du Petit-Saconnex 28
1209 Geneva
SCHWEIZ

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Islamischen Republik Iran
S. E. Herrn Mahmoud Farazandeh
Podbielskiallee 65-67, 14195 Berlin

Fax: 030 – 832 22 91 33  /  E-Mail: info@iranbotschaft.de