Druckhinweise

Für ein optimales Druckergebnis sollten folgende Einstellungen vorgenommen werden:

Einstellungen -> Gesamtbild -> Schriftart: Dok. spezif. Schrifte, inkl. dyn.
Einstellungen -> Gesamtbild -> Farbe: nicht Ersetzen lassen
Seite einrichten: Oben 0, Unten 0, Links 0, Rechts 0 cm
Seite einrichten: nichts angekreuzt in Kopf-/Fußzeile/Seitenoptionen

Diese Einstellungen gelten für Firefox, Windows, Linux/Unix/BSD und Macintosh. Firefox: Ansicht 100%

Internet Explorer, deutsche Version (6.0 und höher):
Ansicht -> Optionen -> Allg. : Text schwarz, Hintergrung weiß
Datei -> Seite einrichten: DinA4, Links 0 Rechts 0 Oben 0 Unten 0 cm, Kopf-/Fußzeile ... : leer lassen

RTF Format, für Word (kontrolliert mit Word2000):
Datei -> Seite einrichten -> Seitenränder: Oben/Unten: 0 cm; Links: 0 cm, Rechts: 0 cm

Close
Back to links

Amnesty International Gruppe Miesbach (1431)

Impressum

Gruppe Miesbach (1431)

Briefe gegen das Vergessen

Aktion des Monats Januar 2019


Pavitri Manjhi - INDIEN

Pavitri Manjhi ist die Vorsitzende des Gemeinderats von Bhengari, einem Dorf im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh. Die Menschenrechtlerin wirft zwei Privatunternehmen vor, ihre Familie und andere indigene Adivasi um ihr Land betrogen zu haben, um Kraftwerke zu bauen. Die Dorfbewohner_innen berichten, dass sie genötigt wurden, ihr Land an Mittelsmänner der Unternehmen zu verkaufen. Da viele von ihnen bis heute nicht angemessen bezahlt wurden, setzte sich Pavitri Manjhi dafür ein, dass rund 100 Betroffene Anzeige wegen rechtswidriger Enteignung erstatteten. Seither ist sie massiven Einschüchterungen ausgesetzt. Im April 2018 erhielt sie mehrfach Besuch von zwei Männern, die sie aufforderten, die Klagen zurückzuziehen. Sie drohten ihr mit den Worten: "Alle, die dir bei den Klagen geholfen haben, sind Außenseiter. Sie werden dir nicht helfen können, und wir werden sie zum Schweigen bringen." Pavitri Manjhi wandte sich zwar an die Polizei, diese leitete bisher jedoch keinerlei Schutzmaßnahmen ein.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den indischen Generaldirektor der Polizei und dringen Sie darauf, dass er sich dafür einsetzt, in Absprache mit Pavitri Manjhi und anderen Betroffenen Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten und sie vor weiteren Schikanen zu schützen. Bitten Sie ihn außerdem, die Vorwürfe zu untersuchen, wonach Adivasi genötigt und rechtswidrig enteignet wurden, und die dafür Verantwortlichen vor Gericht zu stellen.

Schreiben Sie in gutem Englisch, Hindi oder auf Deutsch an:
Director General of Police,
Police Headquarters Naya Raipur,
Chhattisgarh,
492001 INDIEN

E-Mail: ps.dgp-cg@gov.in / Twitter: https://twitter.com/CG_Police

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Indien
I. E. Frau Mukta Dutta Tomar
Tiergartenstr. 17
10785 Berlin

Fax: 030 - 26 557 000 / E-Mail: hoc.berlin@mea.gov.in

Schicken Sie bitte auch Solidaritätsbriefe.
Folgenden kurzen Text könnten Sie schreiben: "We stand with you, Pavitri Manjhi. From: [Name, Land]"
Adresse: Pavitri Manjhi c/o Degree Prasad Chouhan Convenor,
Adivasi Dalit Mazdoor Kisan Sangharsh Near Lata Sadan,
Puri Bagicha, Madhubanpara Raigarh,
Dist. Raigarh Chhattisgarh,
496001 INDIEN

E-Mail: chouhandprasad@gmail.com


Nawal Benaissa - MAROKKO

Bei großen Demonstrationen in der Rif-Region haben Tausende Menschen mehr soziale Gerechtigkeit und eine bessere Gesundheitsversorgung gefordert. Weil Nawal Benaissa die friedlichen Proteste der Hirak-Bewegung mit anführte, wird sie von den Behörden schikaniert. 2017 wurde sie innerhalb von vier Monaten vier Mal festgenommen; außerdem sollte sie ihr Facebook-Profil - mit 80.000 Followern - löschen. Im Februar 2018 ist sie zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe verurteilt worden, weil sie nach Ansicht des Gerichts zu einer Straftat aufgerufen hat. Das Vorgehen der marokkanischen Behörden gegen Nawal Benaissa und die Hirak-Bewegung hat System: Hunderte friedliche Demonstrant_innen wurden festgenommen und inhaftiert, manche sogar nur, weil sie Hirak auf Facebook folgen.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den marokkanischen Premierminister und bitten Sie ihn, dafür zu sorgen, dass die Drangsalierung von Nawal Benaissa unverzüglich eingestellt wird, damit sie sich ungehindert für soziale Verbesserungen in der Rif-Region einsetzen kann.

Schreiben Sie in gutem Englisch, Französisch, Arabisch oder auf Deutsch an:
Premierminister Saad Dine Al Othmani
Department of the Head of Government
Palais Royal Touarga
Rabat,
MAROKKO

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft des Königreichs Marokko
Herr Khalid Lahsaini Geschäftsträger a. i.
Niederwallstraße 39
10117 Berlin

Fax: 030 - 2061 2420 / E-Mail: kontakt@botschaft-marokko.de


Indigene Gruppe der Sengwer - KENIA

Die kenianische Regierung hat Tausende Menschen aus ihrem angestammten Waldgebiet vertrieben. Die indigene Bevölkerungsgruppe der Sengwer lebt seit Jahrhunderten im Embobut-Wald. Die Behörden gehen jedoch seit Jahren massiv gegen die Sengwer vor, angeblich um den Wald zu schützen. Seit 2012 haben Angehörige der Forstverwaltung und der Polizei schätzungsweise 2.600 Häuser der Sengwer im Embobut-Wald niedergebrannt; dabei verloren etwa 4.600 Menschen ihr Zuhause. Anfang 2018 erschossen Waldhüter sogar einen Sengwer, ein weiterer wurde schwer verletzt. Die Lebensgrundlagen und die kulturelle Identität der Bevölkerungsgruppe sind bedroht. Sengwer, die bereits aus dem Wald vertrieben worden sind, leben häufig in Armut. Obwohl Gerichte mehrfach den Schutz der Sengwer angeordnet haben, hält das gewaltsame Vorgehen der Behörden an.

Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe an den kenianischen Präsidenten und dringen Sie darauf, dass er sich dafür einsetzt, dass die Sengwer in Frieden und Freiheit auf ihrem traditionellen Land leben können. Er soll außerdem dafür sorgen, dass das Niederbrennen ihrer Häuser sofort gestoppt wird. Die Sengwer sollten als Besitzer_innen des Embobut-Waldes anerkannt werden, und es sollte gemeinsam mit ihnen überlegt werden, wie der Wald erhalten werden kann.

Schreiben Sie in gutem Englisch, Swaheli oder auf Deutsch an:
Präsident Uhuru Kenyatta
Harambee House
PO Box 62345 - 00200 Nairobi
Harambee Avenue,
Nairobi, KENIA

Senden Sie bitte eine Kopie Ihres Schreibens an:
Botschaft der Republik Kenia
S. E. Herrn Joseph Kipng'etich Magutt
Markgrafenstraße 63,
10969 Berlin

Fax: 030 - 2592 6650 / E-Mail: office@kenyaembassyberlin.de

Schicken Sie bitte auch Solidaritätsbriefe.
Folgenden kurzen Text könnten Sie schreiben: "We stand with you, Sengwer People. From: [Name, Land]"
Adresse:
Sengwer Indigenous People c/o Naomi Barasa Amnesty International Kenya
P. O. Box 1527- 00606 Nairobi,
KENIA